08.07.2014
Vom Lenker ans Mikrofon
Frankfurt (Oder) (Lei)
Im Februar vorigen Jahres hatte Robert Bengsch nach fast
18 Jahren Leistungssport seine Karriere beendet. Doch ein endgültiger Abschied vom Radsport sollte es nicht sein. Im Gegenteil. Der mittlerweile 30-Jährige gebürtige Frankfurter hat nur die Seiten gewechselt. Statt auf dem Rad sitzt er jetzt als Sprecher im Zielwagen ? quasi vom Lenker ans Mikrofon. So auch bei der
35. Oderrundfahrt, wo er sich den Job mit dem langjährigen Geschäftsführer des Frankfurter RC und erfahrenen Rad-Kommentatoren Wilfried Schulz teilte.

?Das Kommentieren macht mir Spaß?, sagt Bengsch. Sein altgedienter Kollege ist beeindruckt. ?Der Robert macht das schon richtig gut. Ich kann mich absolut auf ihn verlassen?, lobt Wilfried Schulz den Neueinsteiger. Der überzeugt mit seiner klaren, kräftigen Stimme sowie umfangreichem Faktenwissen.
Kein Wunder, gegen einige der Renner ist er ja noch selbst gefahren, kennt das Metier also aus dem Effeff. ?Trotzdem ist es ganz was anderes, wenn man jetzt von außen ein Rennen bewerten muss?, gibt Robert Bengsch zu. ?Aber es ist eine sehr reizvolle Aufgabe.?
Sein Debüt am Mikrofon gab der neunfache Deutsche Meister, Militärweltmeister, Olympiastarter 2004 in Athen und Sechstagesieger 2011 in Bremen vor zwei Jahren. ?Damals bin ich bei einem Rennen in Berlin ausgeschieden, habe mich anschließend zur Jury gesetzt und hatte wenig später erstmals das Sprechermikrofon in der Hand?, erzählt Bengsch, der zurzeit ein duales Betriebswirtschafts-Studium bei den Berliner Wasserwerken absolviert. Es folgten Einsätze bei der Tour de Berlin und im Januar sogar beim Berliner Sechstagerennen


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